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Gasexplosion auf Campingplat

 

Gasunfälle sind selten, aber wenn es dazu kommt, sind sie meistens verheerend. So verwandelte denn auch die Explosion einer Gasflasche den Campingplatz am Türlersee innert Sekunden in ein Flammeninferno. 17 Menschen wurden verletzt, einer davon schwer.

 

Am 25. Mai 2009 herrschten hochsommerliche Temperaturen. In der ganzen Schweiz kühlten sich die Menschen in Seen und Flüssen ab. Auch die regionalen Campingplätze hatten bereits Hochbetrieb. Auf dem Campingplatz bei Hausen am Albis am Türlersee standen 130 Wohnwagen und Wohnmobile, und viele Besucher tümmelten sich im Badekleid auf der Wiese als um 15 30 die Gasflasche in einem am Rande des Platzes stehenden Wohnwagen explodierte. Innert Sekunden erfüllten Flammen, Rauch und Schreie die Luft. Die Menschen rannten in Panik davon.

Schwere Beinverletzungen durch Metallsplitter

Die Metalsplitter der explodierten Gasflasche flogen mehrere hundert Meter durch die Luft und verletzten 17 Menschen, einen davon schwer. Der Mann, der ins Spital geflogen wurde, befindet sich inzwischen in stabilem Zustand und sein schwer verletztes Bein konnte gerettet werden. Es grenzt fast an ein Wunder, dass es am Türlersee nicht mehr Schwerverletzte oder gar Tote gab.

Dabei sind Brände und Explosionen durch Gas sehr selten, wie auch Robert Nyffenegger von der Beratungsstelle für Unfallverhütung bestätigte. Ein fachgerechter Umgang mit den Gasflaschen sei allerdings unumgänglich. Regelmässig müssten Ventile und Schläuche auf Defekte überprüft werden.

Ein Leck führte zum Unglück

Ein Leck war es denn auch, dass zum folgenschweren Gasunfall am Türlersee geführt hatte. Es hatte in der Flüssiggasanlage eines Campers zum Ausströmen des Gases geführt, das sich dann an einem ebenfalls gasbetriebenen Kühlschrank entzündet hatte. Erst die Hitzeeinwirkung durch den entstandenen Brand brachte dann die Gasflasche schliesslich zur Explosion.

17 Wohnwagen wurden durch die Gasexplosion und die sich rasch ausbreitenden Flammen zerstört. Der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Franken geschätzt. Köbi Huber, der Pächter des Platzes, spricht von einer 1800 Quadratmeter grossen Fläche, die zerstört sei. Die betreffenden Parzellen seien wohl frühstens im Herbst 2009, eventuell aber auch erst im Frühjahr 2010 wieder bezugsbereit. Viele der betroffenen Camper waren Mitglieder des Vereins Camping- und Naturfreunde Türlersee und kamen seit Jahren regelmässig auf den beliebten Campingplatz.

 

Video: http://www.youtube.com/watch?v=wbDNeV_Padw 

 

 

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