Atropedia Startseite

Lok rast in Bahnhof in Argentiniens Hauptstadt

Bei einem Zugunglück sind Dutzende Menschen getötet und mehr als 500 Personen verletzt worden. Ein voll besetzter Pendlerzug fuhr offenbar zu schnell in einen Bahnhof ein und rammte einen Prellbock. Das Unglück ereignete sich mitten in morgendlicher Hauptverkehrszeit.

Ein Nahverkehrszug war mit 26 Kilometern in der Stunde in den Bahnhof Once im Westen der Millionenstadt eingefahren und erst an einem Prellbock zum Stehen gekommen. Unglücksursache ist vermutlich ein Bremsschaden, wie Verkehrsminister Juan Pablo Schiavi in einer ersten Stellungnahme vermutete. Der Zug war mit 2000 Personen sehr wahrscheinlich überbelegt, wobei mehrere Personen zwischen den Sitzen standen und beim Aufprall umhergeschleudert wurden. Die Züge des betroffenen Unternehmens stammen aus den 60er Jahren. Der betroffene Lokführer konnte noch nicht befragt werden, da er sich noch im Krankenhaus befindet.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein solch schweres Zugunglück Argentinien erschüttert. Erst im September hatte es ein schweres Zugunglück im Westen der argentinischen Hauptstadt gegeben, als im morgendlichen Berufsverkehr zwei Züge und ein Bus kollidierten. Elf Menschen wurden dabei getötet und mehr als 200 verletzt. Bei einem weiteren Zugunglück im Dezember wurden in einem Vorort von Buenos Aires 17 Menschen verletzt. Beim schwersten Zugunglück in der Geschichte des Landes starben 1970 insgesamt 200 Menschen.

Andere interessante Unfälle aus diesem Land

Buenos Aires, Argentina  AR