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Verheerender Busunfall bei Sierre

Beim schwersten Busunglück in der Schweiz seit den letzten 30 Jahren, kamen am 13. März 2012 28 Menschen ums Leben. Besonders tragisch dabei ist, dass davon 22 Kinder ihr Leben verloren. 24 weitere Personen wurden zum Teil schwer verletzt.

Bei den Verunfallten handelt es sich überwiegend um 12-jährige Schüler aus der belgischen Provinz Flämisch-Brabant und Liburg. Diese befanden sich nach einem Skilager auf dem Rückweg nach Belgien. Der Reisecar geriet  um 21:55 nach ca. 2 Kilometern auf der Autobahn, aus noch ungeklärten Gründen auf die rechte Seite, wo er den Randstein im Sierretunnel (A9) touchierte. Danach prallte der Bus frontal in eine Nothaltebucht des Tunnels (siehe untere Darstellungen). Zahlreiche Personen wurden von den Helfern aus dem Wrack befreit und die Verletzten mit Helikoptern und Ambulanzen in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. Zeitweise waren bis zu 200 Helfer beteiligt. Der Staatsanwalt des Kantons Wallis bestätigte, dass alle Kinder angeschnallt, der Bus in einem guten Zustand war und die vorgeschriebenen Ruhezeiten eingehalten wurden. Ein Unfallexperte machte jedoch Sicherheitsmängel beim Tunnel geltend; so fehlten insbesondere Leitplanken am Anfang und Ende der Nothaltebuchten.

Unfallhergang Phase 1: Der Fahrer verliert die Herrschaft über den Bus und kollidiert mit einem Randstein.

Phase 2: Der Bus gerät ins Schleudern und schlittert in die Mitte der Fahrbahn.

Phase 3: Nach dem Schwenker in die Mitte dreht der Fahrer wieder nach rechts und prallt mit voller Wucht in die Nothaltestelle.Phase 2

Phase 1

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