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Die ersten Toten der zivilen Luftfahrt nach dem ersten Weltkrieg starben bei der Zeppelin-Tragödie von Lakehurst am 6. Mai 1937. Von 97 Personen an Bord des deutschen Luftschiffes starben 35. Der weltweit betrauerte Unfall läutete das Ende der Zeppelin-Ära ein.

Zeppeline waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts beliebte Luftschiffe für Personenbeförderung aber auch für militärische Zwecke. Die mit Wasserstoffgas betriebenen  Luftfahrzeuge waren vom deutschen Graf von Zeppelin erfunden worden und die meisten wurden in Deutschland produziert. So auch die LZ 129 "Hindenburg", die am 6. Mai 1937 im amerikanischen Lakehurst verunglückte.

Flammeninferno bei Landung

Ihm Rahmen eines Linienfluges hatte das Schiff nach einr Verzögerung durch ein lokales Gewitter zur Landung in Lakehurst angesetzt. Es hatte ein Ausweicheschleife gezogen und erneut den Landemasten angesteuert, als das Unfassbare geschah. Das Heck des Luftschiffes fing Feuer. Die Flammen breiteten sich rasend schnell auf das ganze Schiff aus und es sank durch den verloren gegangenen Auftrieb innert einer halben Minute zu Boden. Auch der Dieselkraftstoff fing nun Feuer und machte das Inferno komplett. Im Nachhinein scheint es schier unglaublich, dass von den 97 Personen, die an Bord waren, 62 die Tragödie überlebt hatten.

Verschieden Ursachetheorien

Zur Unfallursache gibt es verschiedene Theorien. Es gab kurz nach dem Unglück auch Spekulationen eines Sabotage-Aktes. Viel wahrscheinlicher scheinen heute aber folgende Erklärungen: Im Innern der  "Hindenburg" war durch das scharfe Wendemanöver ein Spanndraht zerrissen, der eine Wasserstoffzelle beschädigt hatte. Der Wasserstoff strömte auf das Heck zu. Inzwischen hatte man Seile zum Bodenpersonal heruntergelassen. Diese erdeten die durch die nahe Gewitterfront entstandenen statische Elektrizität. Nun kam es zum Funkensprung und das Feuer wurde ausgelöst. Besonders fatal seien die Eigenschaften des neuartigen Lacks gewesen. Er habe durch die elektrostatische Ladung viel zu schnell Feuer gefangen. Eine weitere, aber sehr ähnliche Theorie besagt, dass sich der Wasserstoff durch einen Funken in einem Motorraumkabel entzündet hatte.

Weltweites Entsetzen

Das Unglück mit 35 Toten löste weltweite Bestürzung aus. Von den Verstorbenen wurde in Cuxhaven, in Friedrichshafen, in Frankfurt am Main und in vielen anderen Orten im Rahmen grosser Trauerfeierlichkeiten Abschied genommen. Die Hindenbrug-Katastrophe von Lakehurst leitete das Ende der deutschen Luftschiffahrt ein. Zivile Personenbeförderung per Zeppelin schien nach dem Todesdrama in der "Hindenburg" nicht mehr denkbar.

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