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Sichtminimum bei Landeanflug auf Piste 28

Der Pilot des am 24. November 2001 bei Bassersdorf abgestürzten Jumbolino wollte zunächst Piste 14 anfliegen, musste aber wegen einem kurz zuvor abgeschlossenen Abkommen mit Deutschland Piste 28 anfliegen. Nach 21 Uhr durften damals neu keine Anflüge mehr von Norden her, sprich über deutschem Gebiet, gemacht worden. Die schwierig anzufliegende Piste 28, die bis anhin nur sporadisch und meist bei guter Sicht benützt worden war, wurde dadurch zu einer Hauptanflugpiste. Skyguide und das BAZL publizierten deswegen in aller Eile die minimalen Sichtbedingungen für einen Anflug auf Piste 28. Die Publikation enthielt eine krasse Missachtung der internationalen Empfehlungen der ICAO (Unterorganisation der UNO). Für den Anflug auf  Piste 28 wäre eine meteorologische Mindestsichtweite von 4200 Metern empfohlen gewesen, in der Publlikation wurde aber nur eine Mindestsichtweite von 2000 Metern verlangt.

Der Pilot des Fluges CRX 3579 musste für den Anflug auf Piste 28 eine zusätzliche Schlaufe über Winterthur machen und den Flughafen Kloten von Osten anfliegen. Zum Unfallzeitpunkt lag die Sicht bei knapp über 2000 Metern. Während des Landemanövers verschlechterten sich die Wetterbedingungen weiter, was dem Piloten aber nicht mitgeteilt wurde.

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