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Verhaltensregeln für Skifahrer und Snowboarder

 

( Nach FIS, genehmigt 2002, siehe auch http://www.fis-ski.com/de/fisintern/allgemeineregelnfis/10fisregeln.html  )

 

Immer wieder geschehen beim Skifahren und Snowboarden schlimme Unfälle. Daher hat der FIS Regeln aufgestellt. Jeder Skifahrer und Snowboarder ist verpflichtet diese Regeln zu kennen und einzuhalten. Sie gelten für alle. Wer gegen diese Regeln verstösst und einen Unfall verursacht, kann zivil- und strafrechtlich verfolgt werden.

 

1. Rücksichtnahme auf die anderen Skifahrer und Snowboarder

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss sich so verhalten, dass er keinen anderen gefährdet oder schädigt.


Erläuterung: Alle Fahrer sind sowohl für eigenes fehlerhaftes Verhalten als auch für die Folgen einer mangelhaften Ausrüstung verantwortlich.


 

2. Beherrschung der Geschwindigkeit und der Fahrweise

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss auf Sicht fahren. Er muss seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können und den Gelände-, Schnee- und Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte anpassen.

 

Erläuterung: Kollisionen sind oft Folge des Nichbeachtens dieser Regel. Pistenverhältnisse , Wetter und andere Fahrer müssen immer beobachtet werden. An unübersichtlichen Stellen sollte man langsam fahren. Dies gilt insbesondere an Kanten, am Ende von Pisten und im Bereich von Liften und Seilbahnen.

 

3. Wahl der Fahrspur

Der von hinten kommende Skifahrer und Snowboarder muss seine Fahrspur so wählen, dass er vor ihm fahrende Skifahrer und Snowboarder nicht gefährdet.

 

Erläuterung: Skifahren und Snowboarden sind Sportarten der freien Bewegung. Trotzdem müssen die Regeln und der Freiraum der anderen beachtet sowie das eigene Können und die jeweilige Situation berücksichtigt werden. Der vorausfahrende Fahrer hat immer Vorrang! Hinter ihm muss immer genügend Abstand eingehalten werden, um ihm für alle seine Bewegungen genügend Raum zu lassen.

 

4. Ueberholen

Ueberholt werden darf von oben oder unten, von rechts oder von links, aber immer nur mit einem Abstand, der dem überholten Skifahrer oder Snowboarder für alle seine Bewegungen genügend Raum lässt.

Erläuterung: Während des gesamten Überholvorgangs ist der überholende Fahrer verpflichtet darauf zu achten, dass der überholte Fahrer nicht in Schwierigkeiten gerät. Das gilt auch, wenn man einen stehenden Fahrer überholt.

 

5. Einfahren, Anfahren und hangaufwärts Fahren

Jeder Skifahrer und Snowboarder, der in eine Abfahrt einfahren, nach einem Halt wieder anfahren oder hangaufwärts schwingen oder fahren will, muss sich nach oben und unten vergewissern, dass er dies ohne Gefahr für sich und andere tun kann.

 

Erläuterung: Die Erfahrung zeigt, dass die genannten Situationen hin und wieder zu Unfällen führen. Der anfahrende Fahrer muss sich daher harmonisch und ohne andere oder sich selbst zu gefährden in die Abfahrt einfügen. Befindet er sich wieder in langsamer Fahrt, so hat er gegenüber den hinter ihm fahrenden Sportlern wieder den Vorrang nach Regel 3.

Das Hangaufwärtsfahren birgt besondere Gefahren, da es entegegen dem allgemein hangabwärts fliessenden Verkehr verläuft. Wer hangaufwärts fährt, ist daher auch in besonderem Masse dazu verpflichtet, sich rechtzeitig nach oben und nach unten zu vergewissern, dass er weder sich selbst noch andere damit in Gefahr bringt.

 

6. Anhalten

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss es vermeiden, sich ohne Not an engen oder unübersichtlichen Stellen einer Abfahrt aufzuhalten. Ein gestürzter Skifahrer oder Snowboarder muss eine solche Stelle so schnell wie möglich freimachen.

 

Erläuterung: Grundsätzlich sollte nur an Pistenrändern angehalten werden. Enge und unübersichtlich Abschnitte sollten immer frei gehalten werden.

 

 

7. Aufstieg und Abstieg

Ein Skifahrer oder Snowboarder, der aufsteigt oder zu Fuss absteigt, muss den Rand der Abfahrt benutzen.

 

Erläuterungen: Bewegungen entgegen dem allgemeinen Fahrfluss stellen unerwartete Hindernisse und Gefahren dar. Fussspuren beschädigen die Piste und gefährden die Fahrer.

 

8. Beachten der Zeichen

Jeder Skifahrer und Snowboarder muss die Markierung und die Signalisation beachten.

 

Erläuterung: Pisten werden je nach Schwierigkeitsgrad mit grün, blau, rot oder schwarz markiert. Auf den Pisten befinden sich oft Hinweis-, Gefahren- und Sperrtafeln. Diese Tafeln müssen in jedem Fall beachtet werden.

 

9. Hilfeleistung

Bei Unfällen ist jeder Skifahrer und Snowboarder zur Hilfeleistung verpflichtet.

 

Erläuterung: Hilfeleistung, Alarmierung der Rettungskräfte und Absicherung der Unfallstelle sind immer Gebot der sportlichen Fairness. Der FIS erwartet, dass Unfallflucht auf der Piste ebenso geahndet wird wie im Strassenverkehr.

 

10. Ausweispflicht

Jeder Skifahrer und Snowboarder, ob Zeuge oder Beteiligter, ob verantwortlich oder nicht, muss im Falle eines Unfalles seine Personalien angeben.

 

Erläuterung: Der Zeugenbeweis ist für die zivil- und strafrechtliche Beurteilung eines Unfalles von grosser Bedeutung. Es ist die moralische und staatsbürgerliuche Pflicht eines jeden verantwortungsbewussten Fahrers sich zur Verfügung zu stellen.

Auch Berichte des Rettungsdienstes und der Polizei sowie Fotos dienen zur Beurteilung der Verantwortlichkeitsfragen.