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Airbag - Lebensretter und Totschläger

 

Airbags - Die Luftkissen zur Abfederung bei Autounfällen sind umstritten. Obwohl sie in vielen Fällen Leben retten oder schwere Verletzungen vermeiden können, sind sie auch, vor allem für Kinder und Erwachsene mit kleinerer Körpergrösse, ein hohes Sicherheitsrisiko.

 

Lebensretter

Sitzen Lenker und Beifahrer in der richtigen Position und sind angeschnallt, so kann der Airbag die Verletzungsgefahr bei einem Frontalzusammenstoss um 80 bis 90 Prozent verringern. Der Airbag wird ab einer Aufprallgeschwindigkeit von 25 km/h aktiviert. Er unterstützt den Sicherheitsgurt und schützt den Kopf des Lenkers davor auf das Lenkrad zu knallen. Auch der Beifahrer wird davor geschützt mit dem Kopf auf das Armaturenbrett zu knallen. Die Seitenairbags federn der Körper ab, wenn er im Falle eines seitlichen Zusammenstosses gegen die Türe geschleudert wird.

 

Totschläger

Airbags sind für eine Geschwindigkeit von 60 km/h und eine Körpergrösse von 175 cm normiert. Ausserdem muss zwischen Lenkrad und Fahrer ein Mindestabstand von 30 cm bestehen. Ist ein Fahrer oder Beifahrer um einiges kleiner oder streckt er im Moment des Zusammenpralls gerade den Kopf vor, so kann der Airbag zum Totschläger werden. Besonders Kinder sind durch das normierte Luftkissen gefährdet. Sie dürfen auf keinen Fall mit einer rückwärts gerichteten Kinderrückhaltevorrichtung auf den Beifahrersitz gesetzt werden. Doch auch vorwärts gerichtete Kindersitze gehören nicht auf den vorderen Beifahrersitz. Kinder sollten immer auf den hinteren Beifahrersitzen mitfahren. Selbst hier können sie aber durch die Seitenairbags gefährdet sein. Sie dürfen sich zum Beispiel auf keinen Fall in schräger Schaflage gegen die Seitentür lehnen. Es liegt in der Verantwortung der Eltern darauf zu achten.

Beifahrer dürfen keine Gegenstände auf den Knien transportieren oder gar ihre Beine auf das Armaturenbrett legen. Befinden sie sich zum Zeitpunkt eines Unfall in einer solchen Position, so ist ihr Leben durch den Airbag akut gefährdet. Wer nicht will, dass der "Lebensretter" Airbag zum "Totschläger" wird, muss während der Autofahrt immer aufrecht sitzen.