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Planen einer Grossveranstaltung

Grossveranstaltungen bei denen Massen von Menschen zusammenkommen bergen immer die Gefahr des Ausbruchs einer Massenpanik oder des Platzmangels. An der Loveparade 2010 in Duisburg, bei der 21 Menschen in der Menschenmasse erdrückt wurden, lag das Problem vor allem in der ungenügenden Planung und Organisation der Veranstaltung. So stellte ein Tunnel mit einer Kapazität von 20’000 Personen pro Stunde den einzigen Zugang zum Festgelände dar. Das Gelände an sich war insgesamt für 250’000 angelegt. Ein einfache Berechnung verdeutlicht, dass wenn die Veranstalter mit 250’000 Besuchern gerechnet haben und das Tunnel rund 20’000 Personen pro Stunde fasst es rund 12.5 Stunden gedauert hätte bis alle Besucher auf dem Gelände gewesen wären. Es scheint folglich, dass die Veranstalter und Verantwortlichen diese einfache Rechnung erst gar ncht gemacht haben, da sie ansonsten von Anfang an die Notwendigkeit von mehreren Zugängen erkannt hätten.

Folgende Punkte müssen bei der Planung einer Grossveranstaltung beachtet werden:

  • genügend früh mit Planung beginnen
  • alle möglichen Szenarien beachten (Beispiel bei Loveparade: es könnten auch bis zu 1 Million Besucher kommen --> Festgelände, dass 250’000 Personen fasst ist viel zu klein --> Alternativ-Gelände suchen)
  • einfache Berechnungen vornehmen: wie schnell sind alle Besucher auf Platz, wie viele Besucher werden maximal erwartet, wie viele Hilfskräfte sind notwendig, wie schnell sind Besucher wieder draussen bei Panikausbruch usw
  • für genügend Zugänge und Ausgänge (mit Fluchträumen) zu Festgelände sorgen
  • genügen Hilfskräfte und Polizei einsetzen (optimale Anzahl durch Berechnungen eruieren) und an richtigen Orten aufstellen (Eingang/Ausgang)