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Genaues Überwachen des Shuttles in allen Phasen

Bei der Columbia-Katastrophe riss ein Schaumstoffteil ein Loch in den Hitzeschild des rechten Flügels. Der Zusammenstoss ereignete sich in der Startphase des Weltraumfluges. Das Loch wurde dem Space Shuttle zum Verhängnis, als es infolge des Defekts beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühte. Alle sieben Insassen starben dabei. Der Schaden blieb während der gesamten Mission sowohl vom Bodenpersonal als auch von der Crew unentdeckt.

Wäre der Shuttle genau überwacht worden, hätte der Schaden frühzeitig erkannt werden können. Es hätten Massnahmen getroffen werden können und es wären alle sieben Besatzungsmitglieder gerettet worden. Das Überwachen des Shuttles kann über automatisierte Systeme oder manuell mit EInbezug von Videokameras erfolgen.

Brisant bei der Columbia-Katastrophe: Es gab Videoaufnahmen die zeigten, wie sich das Schaumstoffteilchen löst und mit dem rechten Flügel der Columbia zusammenstösst. Sie wurden aber erst nach dem Unglück genauer untersucht.

Abbruch des Shuttle Flugs

Wenn die Columbia genauer beoabchtet worden wäre, hätte der Defekt womöglich noch während der Startphase entdeckt werden können. In diesem Falle wäre der Flug abgebrochen worden und die Columbia wäre in Westafrika oder Spanien notgelandet (dort befinden sich NASA-Notlandeplätze) statt in den Orbit zu fliegen. Später, im Orbit, sind die Möglichkeiten für einen Abbruch des Fluges allerdings wieder sehr beschränkt.

Wäre der Flug abgebrochen worden, wäre es nie zu den extrem heissen Temperaturen gekommen, die beim Wiedereintritt in die Erde entstehen. Der Defekt an den Hitzekacheln hätte anschliessend behoben werden können. Ein Abbruch des Fluges war im Falle der Columbia allerdings nicht möglich, da gar keine Kenntnis über die defekten Hitzekacheln bestand.

Ersatzteile mitnehmen

Wäre das Videomaterial der Columbia nach dem Start analysiert worden, wäre genügend Zeit gewesen den Defekt im All zu beheben. Vorausgesetzt natürlich, die Columbia hätte Ersatz-Hitzekacheln dabei gehabt.

Wären Ersatz-Hitzekacheln mit an Bord gewesen, hätten die Astronauten die beschädigten Kacheln einfach austauschen können. Beim Wiedereintritt wäre das Space Shuttle dann nicht verglüht, da keine 1’500°C heissen Gase in die Maschine eingedrungen wären. Im Falle der Columbia waren allerdings keine Ersatzteile auf der Rakete was eine allfällige Reparatur unmöglich gemacht hätte.

Raumfahrt ist mit der heutigen Technologie nicht sicher

Es bleibt festzuhalten, dass Raumfahrt nicht sicher ist. Selbst wenn alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden besteht - wie überall - ein gewisses Restrisiko.

 

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