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In der Nacht des 14. November 2007 brach im historischen Zunfthaus zur Zimmerleuten am Zürcher Limmatquai ein Brand aus. Während den Löscharbeiten stürzte der Dachstock des Gebäudes ein und tötete einen 44jährigen Feuerwehrmann und Familienvater.

Als in der Nacht des 14. November 2007 ein Stadtzürcher Feuerwehrmann bei Löscharbeiten umkam, handelte es sich dabei um den ersten Toten in der über 90jährigen Geschichte der Zürcher Berufsfeuerwehr. Tagelang wurden neben dem ausgebrannten Zunfthaus zur Zimmerleuten am Limmatquai Blumen und Kerzen für den Verstorbenen niedergelegt und erinnerten an dessen tragischen Tod.

15 Meter hohe Flammen

Der erst 44jährige Familienvater hatte zu einer der Löschtrupps gehört, die zur Direktbekämpfung der Flammen in das Innere des Gebäudes beordert worden waren. Dabei habe es sich aber um ein übliches Vorgehen gehandelt, wie der Einsatzleiter Peter Wullschleger später in einer Medienkonferenz betonte.

Die Einsatzleistelle „Schutz und Rettung“  hatte den Brand im historisch bedeutsamen Zunfthaus um 23 28 Uhr durch den automatischen Brandmelder registriert. Da das Gebäude zu einem Grossteil aus Holz bestand und sehr alt war, breiteten sich die bis zu 15 Meter hohen Flammen rasch aus. Ausser der Zürcher Stadtfeuerwehr rückte auch die Feuerwehr Glattal an. Bald standen am Limmatquai bis zu 100 Personen im Einsatz.

Dachstock begräbt Feuerwehrleute unter sich

Als drei Kollegen der Stadtzürcher Feuerwehr im historisch wertvollsten Teil des Gebäudes, im Zunftsaal, mit Löscharbeiten beschäftigt waren, stürzte um 24:40 Uhr unerwartet der Dachstock ein. Einer der Feurwehrmänner konnte sich gerade noch rechtzeitig retten, die zwei anderen wurden unter den Balken eingeklemmt. Während der eine aber befreit werden konnte, starb der andere noch auf dem Brandplatz. Insgesamt wurden 7 Personen wegen Knochenbrüchen und Rauchvergiftungen verletzt und hospitalisiert.

Die Polizeivorsteherin Esther Maurer drückte in der nachfolgenden Medienkonferenz ihre Bestürzung über den Todesfall aus und sprach der Frau und den zwei Kindern des verstorbenen Unteroffiziers ihr Beileid aus.

 

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