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Unfallhergang

Die Reisenden aus der Region Bern waren auf dem Weg ins italienische Savona, wo sie eine Kreuzfahrt zu beginnen gedachten. Doch dazu sollte es nie kommen, der Car verunglückte am St. Bernard. Er kam aus zunächst ungeklärten Ursachen auf der Nordseite des Grossen St. Bernhard bei Orsières rund 25km vor dem Tunnel, von der Strasse ab und stürzte 150 bis 200 Meter in die Tiefe. 12 Personen kamen ums Leben, weitere 15 wurden zum Teil schwer verletzt. Unter den Todesopfern befinden sich 6 Frauen, 5 Männer und ein 15 jähriger Jugendlicher. Gemäss Geschäftsführer der Urs Marti AG, des Unfallunternehmens, wurde der Car von erfahrenen Chauffeuren gesteuert, die regelmässig solche Aufträge fuhren. Das Fahrzeug sei erst 2004 neu gekauft worden.

Polizisten stehen vor der Absturzstelle
Der Bus liegt zusammengedrückt am Rande eiens Flussbetts.

Rettungsarbeiten

Die Bergungsarbeiten wurden von starkem Schneefall und dichtem Nebel behindert. Rund 200 Rettungskräfte, darunter auch einige Bergführer, mussten sich zur Unfallstelle abseilen, Helikopter konnten die Unfallstelle nicht erreichen und mussten abdrehen. Erst am späten Nachmittag wurden die Arbeiten abgeschlossen und die Strasse konnte für den Verkehr wieder frei gegeben werden.

Ermittlungen

Zunächst wurde in drei Richtungen hin ermittelt: eine technischeUntersuchung des Fahrzeugs wurde angeordnet, eine Autopsie des Fahrer durchgeführt sowie nach externen Faktoren gesucht. Am Wochenende, an dem sich der Unfall ereignete, waren in der Region rund 25cm Schnee gefallen, laut Polizei sei die Fahrbahn allerdings weitgehend schneefrei gewesen. Gemäss ersten Ermittlungen rutschte der Car auf der glatten Fahrbahn aus und stürzte deswegen in die Tiefe.

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