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21 Tote an der Loveparade

Am Samstag starben an der Loveparade 21 Menschen in einem Gedränge, weitere 500 wurden nach Angaben eines Polizeisprechers verletzt. Die Sicherheitsvorkehrungen stehen nun in scharfer Kritik.

Das Unglück ereignete sich kurz nach 17 Uhr bei einem Tunnel, welches den einzigen Zugang zum Festgelände darstellte. Die riesige Menschenmasse, welche von beiden Seiten des Tunnels auf die Rampe strömte, konnte aufgrund der Absperrung nicht auf das Festgelände gelangen und wurden so im vorderen Bereich der Rampe gestaut. Dadurch, dass der Zufluss an Menschen nicht gestoppt wurde und der Abfluss zeitweise nicht möglich war wurden die Menschen auf engstem Raum zusammengedrückt. Einige Besucher wollten sich über eine schmale Treppe neben dem Tunnel vom Gedränge befreien. Rund um diese Treppe wurde der Druck so enorm, dass in Folge 13 Frauen und 8 Männer im Gedränge zu Tode gedrückt wurden. In einer solchen Menschenansammlung bei der der Zustrom immer grösser wird, der Abfluss jedoch nicht möglich ist, kann sich ein enormer Druck von mehreren hundert Kilo auf den Brustkasten entwickeln. Bei den Todesopfern handelte es sich neben 11 Deutschen um Pesonen aus den Niederlanden, Australien, Italien, China, Spanien und Bosnien.

Es wird laute Kritik an den Veranstaltern und den Sicherheitsvorkehrungen geübt. Laut Augenzeugen war dadurch, dass ein schmales Tunnel ohne Fluchträume den einzigen Zugang zum Festgelände darstellte, das Chaos und die Katastrophe vorprogrammiert. Das Sicherheitskonzept wird nun von den Ermittlern geprüft. Zudem wird auch das Material von den Überwachungskameras, welche von den Veranstaltern im Tunnel angebracht wurden, ausgewertet.

Eine weitere sehr wichtige Frage welche die Ermittler beschäftigt, ist die der Anzahl Besucher der Loveparade. Das Festgelände war offenbar für 250’000 Personen angelegt worden. Die Schätzungen der sich zum Zeitpunkt der Tragödie auf dem Festgelände aufgehaltenen Personen geht von 105’000 mit dem Zug angereisten Menschen bis hin zu 1.4 Millionen Ravern, welche über den ganzen Tag auf dem Gelände gewesen sein sollen. Der Tunnel als einziger Zugang weist eine Kapazität von 20’000 Personen pro Stunde auf. Wenn nun die Veranstalter 250’000 Personen erwartet haben, müssten Sie mit rund 12 Stunden gerechnet haben, bis alle Teilnehmer auf dem Veranstaltungsplatz sind. Es ist anzunehmen, dass weder die Veranstalter noch die Polizei eine solche einfache Berechnung durchgeführt haben.

Die Party wurde nach dem Unglück nicht unterbrochen sondern um eine weitere Massenpanik zu verhindern und um ein "ruhiges Ausklingen" zu gewährleisten fortgesetzt.

Nach Angaben des Veranstalters wird die Loveparade nicht mehr weitergeführt.

 

Film, welcher die Situation bei den beiden Tunnelausgängen zeigt : http://www.youtube.com/watch?v=2B5o2wgdHcw  

 

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