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Die Passagiere des Airbus 320, der vom Fluhafen "La Guardia" bei New York gestartet war und kurz darauf einen doppelten Triebwerksausfall verzeichnete, hatten nicht nur die besten Schutzengel der Welt sondern auch den besten Piloten. Dem 57jährigen Chesley Sullenberger gelang es, die Maschine mitten in New York auf dem Hudson River notzulanden und so allen 155 Menschen an Bord das Leben zu retten.

 

New York erlebte am 16. Januar 2009, an einem der kältesten Tage dieses Winters, einen der wohl spektakulärsten Flugzeugunfälle aller Zeiten. Mitten in der Millionenstadt musste ein Airbus 320, der vom Fluhafen "La Guardia" gestartet war, auf dem Hudson River notlanden.

Zur Zeit wird vermutet, dass die Maschine des Fluges US Airways 1549 unmittelbar nach dem Start in einen Vogelschwarm geraten war, wodurch gleich beide Triebwerke des Passagiersfliegers ausfielen. Nachdem der 57jährige ehemalige Kampfjetpilot Chesley Sullenberger zuerst noch überlegt hatte auf dem Flughafen New Jersey notzulanden, entschied er sich für eine Wasserung auf dem Hudson River. So ging der Airbus mitten am Nachmittag auf der Höhe der 48. Strasse von Manhattan auf den Fluss nieder. Das ganze Manöver erforderte eine unlaubliche Präzision und war nur deswegen möglich, weil sich die Maschine bereits genug hoch über dem Boden befand. Der Pilot hatte so genügend Zeit, um den Flieger in die richtige Position für die Norlandung zu bringen.

Meisterhafte Notlandung

Wichtig war vor allem der Landewinkel des Fluzeugs. Mit exakt 11 Grad musste das Heck des Fliegers auf das Wasser aufsetzen, sonst wäre die Maschine beim Aufprall auseinandergebrochen. Ausserdem musste die Geschwindigkeit während des ganzen Manövers mindestens 240 km/h betragen, denn sonst wäre die Nase des Airbus nach unten gesackt und der Flieger wäre wohl fast senkrecht in den Hudson gestürzt. Da es Sullenberger gelang, den Flieger so zu steuern, dass die nötigen physikalischen Bedingungen erfüllt waren, setzte die Unglücksmaschine relativ ruhig auf dem Hudson auf. Und wie durch ein Wunder überlebten alle 155 Menschen an Bord den Absturz.

Doch auch so spielten sich in den ersten Minuten nach der Notlandung dramatische Szenen auf dem eiskalten Hudson River ab. Das Flugzeug sank schnell bis auf die Fensterhöhe ein und viele Passagier mussten sich auf die  vom ausgeflossenen Treibstoff rutschigen Flügel des Airbus retten. Andere hatten sich auf die Rettungsrutschbahnen begeben, die nun als Schlauchboote fungierten.

Pilot als Held gefeiert

Bereits nach wenigen Minuten konnten die ersten Fähren und Küstenwachen an die Unfallstelle gelangen und mit der Rettung der Passagiere beginnen. Zwar mussten einige Verletzte in die umliegenden Spitäler gebracht werden, und es kam auch zu Unterkühlungen, doch niemand verlor bei dem Unglück sein Leben. Nach nur 25 Minuten versank der  Passagierflieger vollends in den Fluten des Hudson River. New Yorks Bürgermeister Bloomberg sprach von einem "Wunder von New York" und lobte den Piloten Sullenberger in den höchsten Tönen. Der Mann sei ein Held. Er sei nach der meisterhaft ausgeführten Notlandung selbst noch zweimal die Unglückmaschine abgegangen um sich zu vergewissern, dass sich keine Menschen mehr an Bord befanden. Erst danach habe er sich selbst gerettet.

Vom Unglück gibt es eine Videoaufzeichnung der Küstenwache. Es zeigt den Aufpralls sowie die  ersten 6 Minuten nach der erfolgreichen Landung. Auch auf Flickr.com sind Fotos des Absturzes zu sehen.

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