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Die erfolgreiche und beliebte österreichische Skirennfahrerin Ulrike Maier stürzte beim Super-G in Garmisch Partenkirchen tödlich. Der Unfall, der sich kurz vor der Zieleinfahrt ereignet hatte, war live übertragen worden. Die Bilder des Aufpralls und des leblosen Körpers der Weltmeisterin brannten sich für immer in die Köpfe der Zuschauer.

Die beliebte österreichische Super-G-Spezialistin Ulrike Maier, die an den Weltmeisterschaften in Saalsbach 1991 die Goldmedaille gewonnen hatte, bestritt im Winter 93/94 ihre letzte Saison als aktive Skirennfahrerin. Sie wollte nach ihrem Karriereende ihren Lebensgefährten Hubert Schweighofer heiraten und sich auch mehr Zeit für ihre damals vierjährige Tochter Melanie nehmen.

Tod vor laufender Kamera

Obwohl Ulrike zu den erfolgreichsten österreichischen Skifahrerinen zählte, hatte sie ihre Karriere wegen Unfällen mehrfach unterbrechen müssen und war immer wieder zurückgeworfen worden. Doch mit hartem Training und viel Kampfeswillen hatte sich die gebürtige Rauriserin aus dem Salzburgerland immer wieder an die Weltspitze zurückgekämpft. Die Rennfahrerin wollte an den Weltmeisterschaften 1994 zum Abschluss ihrer Karriere noch eine zweite Goldmedaille holen. Doch dazu sollte es nie kommen. Im Weltcup Super-G in Garmisch Partenkirchen verlor sie erst 26jährig ihr Leben.

Ulrike Maier war mit Nummer 32 ins Rennen gestartet und gut unterwegs, lag aber wegen einigen kleinen Fehlern dennoch etwas im Rückstand. Im Schlussteil wollte die siegeswillige ÖSsterreicherin die verlorene Zeit wieder gut machen. Kurz vor dem Ziel verkantete "Ullis" rechter Ski, und obwohl sie noch versuchte die Kontrolle wiederzugewinnen, verkantete der Ski noch einmal, und die Weltmeisterin stürzte bei über 120 km/h auf die stark vereiste Piste. Mit voller Wucht prallte die Fahrerin rücklings in ein Zeitmessgerät, das mit einem Schneekeil und einem Strohsack gepolstert war. Dabei wirkte ein Kraft von 400 Kg auf Körper und Kopf der Skifahrerin, sie wurde auf die Rennstrecke zurückgeschleudert und blieb reglos liegen. All dies geschah vor laufender Kamera und vor den Augen der entsetzten Fernsehzuschauer.

Zeitmesser oder blosser Boden? Eine offene Schuldfrage

Obwohl die Notärzte sich sofort um Ulrike Maier kümmerten, und die Skifahrerin von einem Rettungshubschrauber direkt in die Unfallklinik Marnau geflogen wurde, konnten die Äzte dort nur noch ihren Tod feststellen. Im Rahmen der von "Ullis" Lebensgefährten Hubert Schweighofer erhobenen Anklage gegen zwei FIS-Verantwortliche wurde eine aussergerichtliche Einigung erzielt und der gemeinsamen Tochter des Paares ein Fond von 600`000 Franken zugesprochen. Es gibt allerdings auch Stimmen, die behaupten, Ulrike Maier sei nicht in das Zeitmessgerät geknallt sondern direkt auf den harten Boden gestürzt. Auch dieser Aufprall habe gereicht um ihr das Genick zu brechen. Die Schuldfrage bleibt letztendlich bis heute offen.

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