AKW-Unfall in Japan
Nach dem folgeschweren Erdbeben der Stärke 9.0 in Japan und dem dadurch ausgelösten Tsunami kämpft das Land gegen den atomaren Super-GAU an.
Am Freitag dem 11. März 2011 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 9.0 Japan. Das Beben löste einen T
sunami aus, welcher mit bis zu vier Meter hohen Wellen die Ostküste der Hauptinsel Honshu überflutete. Am gleichen Tag ist laut dem japanischen Fernsehen im Reaktor 1 im Atomkraftwerk Fukushima die Kühlung ausgefallen und im Kraftwerk Onagawa ein Feuer ausgebrochen. In Folge wurden die ersten Anwohner des Kraftwerks Fukushima aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Am darauffolgenden Tag ist auch die Kühlung in Reaktor 2 des Kraftwerks Fukushima teilweise ausgefallen und im Reaktor 1 wurden die Wände des Reaktors durch eine Wasserstoffexplosion zerstört. Zu diesem Zeitpunkt beginnt bereits die Kühlung der Anlagen durch zusätzliches Meerwasser. Nach dem Beben und dem Tsunami werden um die 10’000 Menschen vermisst. In den folgenden Tagen wird auch der Reaktor 3 durch eine Wasserstoffexplosion tangiert. Am Dienstag dem 15.3.2011 wird von der Regierung zum ersten Mal bestätigt, dass in Fukushima Radioaktivität in die Luft entweic
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Das Geschehen wird auf der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (INES) als Stufe 6 eingestuft, was als schwerer Unfall zu bewerten ist. Die internationale Bewertungsskala (INES von engl. International Nuclear Event Scale) ist eine Festlegung für sicherheitsrelevante Ereignisse, vor allem für Störfälle und Atomunfälle in Kernkraftwerken. Die Stufe 6 ist die zweithöchste Stufe (Tschernobyl war die höchste Stufe) und bezeichnet einen schweren Unfall mit erheblicher Freisetzung, welcher den vollen Einsatz der Kathastrophenschutzmassnahmen fordert.
Die Lage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima bleibt auch in den darauffolgenden Tagen unverändert ernst. Aufgrund einer drohenden Überhitzung im Abklingbecken drohen weitere Brände und die Freisetzung von Radioaktivität. Am Samstag dem 19. März 2011 erfolgte auf Anordnung des japanischen Gesundheitsministeriums ein Verkaufsstopp von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima.
Nach wie vor versuchen die Mitarbeiter des Konzerns Tepco eine Verschlimmerung der Atomkatastrophe im Atomreaktor 1 in Fukushima zu verhindern. Am Montag dem 28.3.2011 hat die japanische Regierung zum ersten Mal die Vermutung geäussert, dass im Reaktor 2 in den letzten 2 Wochen eine Kernschmelze stattgefunden hat. Zu diesem Schluss kam sie aufgrund der extrem erhöhten Radioaktivität. Bisher wurden bei der Rettungsaktion insgesamt 19 Menschen verstrahlt.


