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Der Rennsport hat am 1. Mai 1994 einen seiner talentiertesten Piloten verloren. Der brasilianische Williams-Fahrer Ayrton Senna verlor am GP von San Marino die Kontrolle über seinen Wagen, prallte in eine Mauer und wurde nur wenige Stunden später für hirntot erklärt.

Der tragische Tod des erst 34jährigen Williamspiloten Ayrton Senna, der wegen seines Fahrstils auch der "magische Senna" genannt worden war, hatte auf den beliebten Formel 1-Sport jahrzehntelange Auswirkungen. Erst am 28. Mai 2005 fand der vorläufig letzte Prozess dazu statt. Dabei wurde der Designer des Williamswagens für unschuldig erklärt, und das Verfahren gegen den Technikchef des Rennstalls stellte man wegen Verjährung ein. Zuvor hatten sich sowohl die als Zeugen befragten Piloten als auch die Vetreter von Williams-Renault als äusserst unkooperativ erwiesen. Ihr Verhalten muss im Lichte einer Auffassung gesehen werden, die die Formel 1-Wettbewerbe als quasi rechtsfreien Raum versteht, in dem die Gerichte nichts zu suchen hätten.

Weiterer Toter im Training

Als der junge Brasilianer Ayrton Senna in Imola seinen Boliden in der sechsten Runde um die Tamburello-Kurve lenkte, verlor er die Kontrolle über das Gefährt und donnerte mit über 300 km/h in eine Mauer. Der gleich hinter ihm fahrende, heute siebenfache Weltmeister Michael Schumacher sowie weitere Piloten konnten dem wie ein Gummiball zurückgeschleuderten Wagen nur mit Mühe ausweichen. Obwohl Senna sofort mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen worden war, lebte er nur noch 4 Stunden und 25 Minuten, dann wurde er für hirntot erklärt. Besonders erschütternd ist, dass es bereits im Training des dritten Grand Prix des Jahres zu einem verheerenden Unfall gekommen war. Der weniger bekannte Roland Ratzenberger fand auch in Imola den Tod, und Rubens Barrichello verletzte sich schwer.

Gebrochene Lenkstange machte Wagen manövrierunfähig

Die eineinhalb Jahre andauernden Untersuchungen des Unfalls und das 600-Seiten starke Gutachten bestätigten die ersten Vermutungen. Eine gebrochene Lenkstange hatte das Schicksal von Senna besiegelt. Er hatte keine Chance gehabt. Der Materialbruch war die Folge eines neu eingebauten, vorschriftswidrigen, zu kleinen Teilstücks der Lenksäule. Nachdem der junge Senna mit seinem Williamsboliden in die Mauer gerast war, zerschmetterte die rechtsseitige Radaufhängung seinen Helm und fügte ihm die tödlichen Kopfverletzungen zu.

Der damalige brasilianische Staatspräsident rief für den beliebten Rennfahrer aus Sao Paulo eine dreitägige Staatstrauer aus. Während der Beisetzung von Ayrton Senna säumten Hundertausende die Strassen und vor dem Bildschirm verfolgten Millionen Menschen die Feier.

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