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Bei einer Brandkatastrophe im Nachtclub Kiss in der Studentenstadt Santa Maria im Süden Brasiliens sind in der Nacht auf Sonntag dem 27.01.2013 mindestens 233 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als hundert liegen am Tag danach noch in den Krankenhäusern.

Der Brand wurde durch einen Musiker ausgelöst, der einen Bengalo zündete. Als er die glühende Fackel in die Höhe hielt, fing die Deckenverkleidung augenblicklich Feuer. Das Feuer und der Rauch breiteten sich rasend schnell aus. Viele Menschen erstickten im dichten Rauch oder wurden in der Panik erdückt. Dei meisten Toten fand die Feuerwehr auf den Toiletten, wo die Flüchtenden offenbar auf einen Ausstieg hofften.

Zum Zeitpunkt des Unglücks feierten rund 1000 bis 2000 Landwirtschaftstudenten im Club. Die meisten von ihnen waren zwischen 16 und 20 Jahren alt. Unbestätigten Angaben zu Folge haben viele Jugendliche ihre Altersangaben gefälscht, um Einlass in den Club zu erhalten.

Offenbar waren die Sicherheitsvorkehrungen unzureichend. Der Club besass nur einen zwei Meter breiten Ausgang und entgegen den Vorschriften weder einen Notausgang noch Feuermelder oder Sprinkleranlagen. Auch gegen das Sicherheitspersonal werden schwere Vorwürfe erhoben. Sie hätten zu Beginn der Katastrophe die Türen nicht schnell genug geöffnet und nur Besucher herausgelassen, welche ihre Rechnungen bezahlt hatten, weil sie verhindern wollten, dass Gäste die Zeche prellen.

Die Polizei hat am Montag vier Männer festgenommen. Die zwei Besitzer des Nachtclubs und 2 Miglieder der Band, deren Feuerwerkskörper den Brand ausgelöst hatte.

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