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Felipe Massas Horrorunfall

 

Der brasilianische Ferraripilot Felipe Massa wurde bei 240 km/h von einer Stahlfeder aus Rubens Barrichellos Hinterradaufhängung getroffen. Das rund 800 Gramm schwere Teil durchschlug seinen Helm, Massa fuhr darauf ungebremst in einen Reifenstapel und musste schwer verletzt in ein nahegelegenes Militätspital geflogen werden.

 

Der Rennfahrer hatte den Horrorunfall während des zweiten Qualifyings zum grossen Preis von Ungarn nur knapp überlebt.

Stahlfeder wurde beinahe zu tödlichem Geschoss

Der Brasilianer war mit 240 km/h unterwegs und befand sich auf Rang 3 des Qualifyings als ihn eine Stahlfeder aus dem Dämpfungselement von Rubens Barrichellos Hinterradaufhängung am Kopf traf. Bei diesem Tempo ist die Wirkung der rund 800 Gramm schweren Feder mit denen eines Geschosses zu vergleichen. Trotz seines Helm erlitt Massa daher schwere Kopfvereltzungen. Nachdem ihn die Stahlfeder getroffen hatte, fuhr er zudem ungebremst in einen Reifenstapel und wurde durch die Sicherheitsgurten, die seinen Körper zusammendrückten auch an der Gallenblase verletzt.

Massa wurde sofort nach dem Unfall in eine nahegelegens Militärspital bei Budapest geflogen und notoperiert. Bereits zwei Tage danach konnte er aus dem künstlichen Koma geholt werden und sein Zustand besserte sich erstaunlich schnell. Der Leibarzt des Brasilianers Dino Altmann versicherte denn auch bald, dass Massa keine bleibenden Schäden davontragen werde.

Todesserie wie bei Senna

Der Landsmann des Verunfallten Rubens Barrichello war einer der ersten, die ihn nach dem Horrorunfall besucht hatten. Barrichello verlangt, dass der Unfall genauestens untersucht werde und man Verbesserungen der Sicherheitsvorkehrungen vornnehmen solle. "Dieser Unfall ist bereits das zweite Zeichen. ich glaube nicht an Zufälle," soll Barrichello gesagt haben.

Kaum eine Woche vor Massas Unfall war nämlich der Formel-2-Pilot Henry Surtees in Brand Hatch von einem Rad getroffen und getötet worden. Diese schreckliche Serie erinnert Barrichello an den Tod des beliebten brasilianischen Formel-1-Piloten Ayrton Senna, der 1994 bei einem Unfall in Monza starb, nachdem wenige Tage zuvor auch der unbekanntere österreichische Fahrer Rudolf Ratzenberger im selben Rennring beim Training tödlich verunfallt war.

Langwierige Untersuchungen

Spekuliert wird darüber, ob die Fahrerkabinen in Zukunft mit kugelsicherem Glas überdacht werden sollten. Doch wird diese Idee auch kritisiert. So meinte zum Beispiel Kimi Räikkönen, dass ein solches Gehäuse im Falle eines Unglückes den schnellen Zugang zum verletzten Piloten verhindern könne. So oder so, die Ursachen des Unglückes werden genauestens untersucht. Das haben sowohl Formel-1-Boss Bernie Ecclestone als auch Ross Brawn, dessen Rennstallbolide das Unglück ausgelöst hatte, bestätigt.

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